VIKTORIA - Filmforum Höchst

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VIKTORIA

        
Die riesige, geisterhafte Planstadt California City liegt in der Mojave-Wüste, durch eine Bergkette von Los Angeles getrennt. In den 50er Jahren entworfen, wurde nur das Zentrum fertiggestellt, der Rest versandet. Lashay Warrens Job ist es, die unzähligen, unfertigen Straßen der Stadt instand zu halten. Der Film bietet Einblicke in sein Leben und das der Menschen in seinem Umfeld, die wie er Los Angeles verließen, um hier neu anzufangen.
Über Auszüge aus Lashays Tagebuch vermittelt sich dem Publikum sein Erstaunen über diese neue Welt. Seine Texte erinnern an die Erlebnisse von Pionieren früherer Jahrhunderte - der amerikanische Westen als Ort, um sich neu zu erfinden. Zusammen mit dokumentarischen Bildern, Handyvideos und virtuellen Ansichten der Gegend entsteht ein Bild der Stadt und eine Stadt aus Bildern. Darin wird die Konstruktion der Realität sichtbar, aber auch ihre poetische Dimension.
Im Berlinale Forum 2020 wurde VICTORIA mit dem Caligari-Filmpreis ausgezeichnet. Der Preis wird von den Kommunalen Kinos und der Filmzeitschrift Filmdienst gestiftet. Der Film ist jetzt im Rahmen der Caligari-Filmpreis Tournee unterwegs durch die Kinos.
Die Begründung der Jury lautete: „California City, die gescheiterte Großstadtvision eines Investors in den 1950er Jahren, bildet die Bühne für den Neustart einer aus Los Angeles umgesiedelten afroamerikanischen Familie. Im Alltag und spontanem Erleben ansetzend, begleiten die Filmemacherinnen den jungen Vater. Es entwickelt sich ein hybrider Dokumentarfilm mit spielfilmartigen Elementen. Lashay T. Warren setzt nicht nur sein Smartphone kreativ zur Neuverortung ein, sondern tritt sprachlich in einen überraschenden Dialog mit dem absurden Ort in der Wüste. Im Beharren auf und Kommunizieren einer subjektiven Perspektive stellt VICTORIA existentielle Fragen zu Urbanität und prekären Lebensbedingungen und schöpft aus dem Nichts gegen alle Erwartungen neue Hoffnung.“
Sofie Benoot wurde 1985 in Brügge (Belgien) geboren. 2007 schloss sie den Studiengang Audiovisual Arts mit dem Schwerpunkt Dokumentarfilm an der Brüsseler LUCA – School of Arts mit dem Master ab. Heute arbeitet sie dort als Dozentin.
Liesbeth De Ceulaer wurde 1985 in Diest (Belgien) geboren. Sie studierte Audiovisual Arts mit dem Schwerpunkt Dokumentarfilm an der LUCA – School of Arts, Brüssel.
Isabelle Tollenaere wurde 1984 in Gent (Belgien) geboren. Sie schloss 2007 den Masterstudiengang Audiovisual Arts mit dem Schwerpunkt Dokumentarfilm an der Brüsseler LUCA – School of Arts ab. (Arsenal)

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