Trans – I got life - Filmforum Höchst

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Trans – I got life

„Harald spielt für mich insofern keine Rolle mehr, weil ich ihn komplett vernichtet habe“, erzählt Conny. „Ich bin diesen Weg zur Frau gegangen, wirklich vollständig. In dem Moment, wo Harald gegangen ist, konnte ich leben, wie ich war.“ Conny ist eine von sieben Protogonist*innen in dem Film, der von Trans Menschen und ihren individuellen Geschichten erzählt. Es sind Geschichten von Zweifeln, Hoffnungen und dem unbedingten Wunsch nach einem normalen Leben. Es geht um etwa 0,5 Prozent der Bevölkerung. Um Menschen wie Mik, die sich nicht in das System stereotyper Geschlechter einordnen lassen. „Ich bin glaube ich beides, aber jetzt bin ich Mik, und es ist okay so und es ist super so“, sagt Mik, früher Mitglied der Frauen-Eishockey-Teams. In dieser Zeit gewann die Mannschaft zweimal den Weltmeister-Titel. Heute betreibt Mik eine eigene Eishockeyschule und trainiert den Nachwuchs. „Wenn ich auf dem Eis bin, in der Ausrüstung, dann habe ich gemischte Gefühle. Aber man muss auch etwas aufgeben, damit etwas Neues geboren wird.“ Solche Erfolgsgeschichten haben einen hohen Preis: Hormontherapien und bis zu sechs Operationen für eine Geschlechtsangleichung von einer Frau zum Mann. Belastungen, denen sich Menschen nur in allergrößter Not unterziehen, erzählt Co-Regisseurin Imogen Kimmel: „Trans-sein ist was ganz Existenzielles, Trans-sein tut weh. Man geht durch ein Tal der Schmerzen damit. Das ist nichts Tolles. Man wird damit geboren, und dann ist das eine Lebensaufgabe, damit umzugehen.“ Eine Aufgabe, die viele Trans-Menschen allein bewältigen müssen. Der Dokumentarfilm TRANS – I GOT LIFE bietet seltene Einblicke in die Lebensrealität jenseits festgeschriebener Geschlechterrollen. Er ist ein einfühlsamer Appell für eine vielfältige Gesellschaft.

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