O Thiassos – Die Wanderschauspieler - Filmforum Höchst

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Eintritt: 7 € (mit Frankfurt-Pass 3,50 €)
Kinderkino: 3 €

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O Thiassos – Die Wanderschauspieler

Film Beschreibung
        
        
O Thiasos - Die Wanderschauspieler

Im Dezember startet „Aufblende-FOK e.V.“ eine kleine Werkschau mit Filmen des im Jahre 2012 verstorbenen griechischen Regisseurs Theo Angelopoulos.
Den Auftakt macht der Film O THIASOS - DIE WANDERSCHAUSPIELER aus dem Jahre 1974. Er schildert die Wanderung einer Schauspielergruppe (o thiasos = das Ensemble) durch die griechische Geschichte der Jahre 1939 bis 1952 - durch Militärdiktatur (General Metaxas), deutsche Okkupation, englische „Befreiung“ (General Scobie), schließlich den blutigen Bürgerkrieg und dessen Ende mit dem Sieg der Rechten und der Errichtung einer erneuten autoritären Regierung im Jahre 1952 (Marschall Papagos).
Eine Geschichte der Niederlagen, der Zerstörungen, der Vertreibungen und der Unterdrückung. Angelopoulos demonstriert, wie sich Geschichte als ein Prozess darstellt, in den die politische Praxis einzelner und die von Gruppen, nicht zuletzt die persönlichen Beziehungen der Protagonisten eingebettet sind. Geschichte wird gemacht. Diese Verschmelzung privater Schicksale mit politischen Vorgängen ist selten in einem Film besser gelungen als hier.
Dazu leistet die filmische Gestaltung einen entscheidenden Beitrag. In grandiosen Einstellungen, Kamerafahrten und Plansequenzen bringt Angelopoulos die Handlung des Films voran, angelehnt an die „Orestie“ des Aischylos. Orte und Zeiten verknüpft er zuweilen in einer einzigen langen Einstellung. Durch überraschende Wechsel der Handlungszeit oder durch den Einbruch äußerer Geschehnisse in die Beziehungen der Gruppenmitglieder hält er die Spannung aufrecht. Dabei kommt den Kriegsjahren, insbesondere dem Bürgerkrieg der Jahre 1946-49, die tiefe Spuren im Bewusstsein des griechischen Volkes hinterlassen haben, eine besondere Rolle zu.
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