Filmforum Höchst

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Programm-Ansage & Kartenreservierung:
069 212 45 714
oder per Mail
Eintritt: 7 € (mit Frankfurt-Pass 3,50 €)
Kinderkino: 3 €

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Vorankündigung :
„DOMREP Filmfestival“ ab dem 28.9.2017

Ab dem 14.9.2017 Kurdische Filmtage

Aufblende

In Zusammenarbeit mit „Amara – Kurdischer Frauenrat Frankfurt“ präsentieren wir Filme und Filmemacher*innen aus den vier kurdischen Regionen in der Türkei, dem Nordirak, aus dem kurdischen Teil des Iran und aus Rojava, dem kurdischen Teil Syriens.
 
Trotz der großen Schwierigkeiten durch Krieg und Repression gelingt es den kurdischen Filmschaffenden immer wieder Filme zu produzieren und so ihre Situation und ihre Kultur sichtbar zu machen. Bemerkenswert ist hier die sich immer weiter entwickelte Emanzipation und gesellschaftlich Teilhabe der kurdischen Frauen.Als Gast werden wir zur Eröffnung am 14. September die Regisseurin des Films DIL LEYLA Asli Özarslan begrüßen können
 
Ganz besonders freuen wir uns, in diesem Jahr Kurzfilme von Filmstudent*innen aus Rojava (Nordsyrien) präsentieren zu können.
 
Trotz des Krieges und der permanenten Bedrohung gelingt es, hier eine Filmkultur aufzubauen und die gesellschaftliche Situation zu reflektieren.
 
In diesem Zusammenhang steht auch das Bemühen in Amudé ein 1960 durch einen Brand zerstörtes Kino wieder aufzubauen und zu einem kulturellen Zentrum zu machen.
 
 
Der Sommer der Bildhauer: Alberto Giacometti im Modern Tate in London und Auguste Rodin – zu seinem 100. Todestag - im Pariser Grand Palais und beide als Spielfilmprotagonisten im September im Filmforum Höchst.
 
Natürlich musste es zum 100. Todestag Rodins einen Film geben, aber glücklicher Weise hat ihn Jacques Doillon gedreht und mit AUGUSTE RODIN den Künstler und „Handwerker“ Rodin sowie seine Arbeit in den Mittelpunkt gestellt.
 
Der britische Regisseur Stanley Tucci nähert sich Alberto Giacometti in seiner späten Phase, als er „das letzte Portrait“ anfertigt: FINAL PORTRAIT.
 
In der Pariser Rodin Ausstellung werden am Ende in der Abteilung „Dialog der Skulpturen“ unter anderen auch die filigranen spindeldürren Figuren Giacomettis den sinnlich – sensuellen Skulpturen Rodins gegenübergestellt (z. B. „L´homme qui marche“, Rodin 1889 – „L´homme qui marche III“, Giacometti. 1960), ein Hinweis auf den großen Einfluss Rodins auf die moderne Bildhauerei.
 
 
An der Veranstaltungsreihe zum dreißigjährigen Jubiläum der Kunsthalle „Portikus“ beteiligt sich das Filmforum gerne mit einer Lecture - Performance der Frankfurter Künstlerin Kerstin Cmelka, die zusammen mit Mario Mentrup am 21.9. im Filmforum ihren Kurzfilm DIE ANGREIFBAREN vorstellen wird. Ein Beispiel übrigens für die Nähe von Kunst und Kino, die ja zu Beginn der Film- und Kinogeschichte noch unmittelbarer war als heute.
 
Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei. In den darauffolgenden Tagen wird DIE ANGREIFBAREN eine Woche lang als Vorfilm zu sehen sein.

        
Gleich zu Anfang dieses Monatsprogramms stellen wir mit dem „DOMREP Filmfestival“ ein weiteres lateinamerikanisches Filmland vor, das über eine lebendige und kreative Filmproduktion verfügt, die bei uns leider weitgehend unbekannt ist. Einige Filme und Koproduktionen der Dominikanischen Republik waren  in den letzten Jahren bereits auf europäischen Filmfestivals zu sehen.
Am 28. und 29. September geben wir in Zusammenarbeit mit dem Generalkonsulat der Dominikanischen Republik in Frankfurt, dem Tourist Board der Dominikanischen Republik in Frankfurt, der DGCINE -  Dirección General Cine der Dominikanischen Republik, 3eckmedia tv & Filmproduktion Frankfurt und Mercedes Reyes e.K. - Zigarrenlounge & Zigarrenmanufaktur unter dem Motto “Die Dominikanische Republik mit anderen Augen” einen Einblick in die Filmproduktion des karibischen Landes. Zum Festival erscheint ein gesonderter Flyer.
Mit den Filmen FLOR DE AZÚCAR - ZUCKERBLUME, AZUL MAGIA – MAGISCHES BLAU,
LA FAMILIA REYNA - FAMILIE REYNA und dem semidokumentarischen Musikfilm VOCES DE LA CALLE - STIMMEN  DER STRASSE geben wir Einblick in das aktuelle dominikanische Filmschaffen. Eröffnet wird das Festival am 28. September vom Generalkonsul der Dominikanischen Republik Ramon Carreno mit einem Begrüßungscocktail und kulinarischen Köstlichkeiten von der Insel. Am 29. September werden dann der Regisseur des Films VOCES DE LA CALLE Hans García und der Produzent und Darsteller des Films LA FAMILIA REYNA Danilo Reynoso im Filmforum zu Gast sein.
Mit unserem Programm “Ciné – Littérature” widmen wir uns dem diesjährigen Gastland der Frankfurter Buchmesse mit verschiedenen filmischen Annäherungen an die französische Literatur.
Wie beginnen mit der Vorpremiere des  Films UNE VIE – EIN LEBEN von Stephane Brizé (MADAME CHAMBON, LA LOI DU MARCHE), der Verfilmung der 1883 entstandenen Novelle UNE VIE von Guy  de Maupassant. Neben Manuel Sanchez´ burlesk – poetischer Verfilmung des Romans Les bottes rouges von Franz Bartelt LA DORMEUSE DUVAL (zudem eine Anspielung auf Arthur Rimbaud),den wir im letzten April als Erstaufführung gezeigt hatten, Xavier Dolans beeidruckende Verfilmung des gleichnamigen Theaterstücks JUSTE LA FIN DU MONDE – EINFACH DAS ENDE DER WELT des berühmten, früh verstorbenen französischenTheaterautors  Jean – Luc Lagarce, UN SAC  DE  BILLES – EIN SACK VOLL MURMELN nach Joseph Joffos 1973 erschienenem autobiografischen Roman „Ein Sack voll Murmeln“ über seine Kindheit als verfolgter Jude im besetzten Frankreich des Zweiten Weltkriegs und der Verfilmung von Joseph Kessels Roman BELLE DE JOUR von Luis Bunuel mit Catherine Deneuve, einem Klassiker der Filmgeschichte, zeigen wir drei besondere Filme, die sich mit der Wirkung von  Literatur auf das Leben der Protagonisten beschäftigen.
Ein Paradebeispiel ist Abdellatif Kechiches Film L´ESQUIVE der 2005 mit vier französischen Filmpreisen (Césars) ausgezeichnet wurde. Kechiche erzählt vom Leben (und den Liebesverwirrungen) einer Gruppe von Jugendlichen in der Banlieue, die gemeinsam das Theaterstück Le Jeu de l'amour et du hasard - Das Spiel von Liebe und Zufall von Pierre Carlet de Marivaux einüben, wobei Spiel und Leben sich in gewisser Weise verschränken und die Sprache der klassischen Literatur des 18. Jahrhunderts  auf die Sprache der Jugendlichen aus der Banlieue trifft. Auch in ALCESTE Á BICICLETTE – MOLIERE AUF DEM FAHRRAD, einer Hommage an Molière von Philippe Le Guay, verbindet sich die filmische Realität der Protagonisten mit dem literarischen Text. Fabrice Luchini und Lambert Wilson liefern sich hier beim Einüben des Stücks Le Misantrope – Der Menschenfeind pointierte Wortgefechte und verbinden sprachlich Theater und Kino. Schließlich erzählt Jean Becker in der Verfilmung des Romans von Marie – Sabine Roger in LA TETE EN FRICHE – DAS LABYRINTH DER WÖRTER von einer „Education littéraire“ in deren Mittelpunkt Germain (Gérard Depardieu) und der Roman „Die Pest“ von Albert Camus stehen.
Am 25. Oktober richten wir den Blick auf die Russische Revolution, die vor 100 Jahren stattfand. Zu deren 10-jährigem Jubiläum sollte der erfolgreiche und renommierte russische Regisseur Sergei Eisenstein (PANZERKREUZER POTEMKIN) einen „Jubiläumsfilm“ drehen. OKTJABR - OKTOBER wurde wegen Zensurauflagen  erst 1927/ 28 fertiggestellt. Entstanden war weit mehr, als ein einfacher Historienfilm. Eisenstein hatte mit OKTJABR vor allem in formaler Hinsicht einen Film geschaffen, der auch heute noch zu einem der wichtigsten Werke der internationalen Filmgeschichte gehört.
Wir zeigen OKTJABR mit einer Einführung am 25. Oktober im Rahmen der VHS Veranstaltungsreihe zu der Ausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ der Stadtbücherei Frankfurt.
Lang hat man nichts mehr von der ungarischen Regisseurin Ildikó Enyedi gehört, die mit ihrem Film MEIN 20. JAHRHUNDERT international bekannt geworden ist. Auf der letzten Berlinale hat sie nun ihren neuesten Film KÖRPER UND SEELE - A TESTRÖL ÉS LÉLEKRÖL vorgestellt und für dieses poetische Meisterwerk den Goldenen Bären bekommen.Lange gab es auch keinen neuen Film von Emir Kusturica mehr, eine weiterer wichtiger Vertreter des osteuropäischen Kinos. Wir zeigen seinen neuen Film ON THE MILKY ROAD in der gleichen Woche wie Enyedis Film.
Immer wieder kommen überraschende und ungewöhnliche Filme aus Portugal, so auch O ORNITÓLOGO – DER ORNITHOLOGE von João Pedro Rodrigues, eine eigenwillige Interpretation der Legende des Heiligen Antonius, der 2016 in Locarno mit den Silbernen Leoparden für die Beste Regie ausgezeichnet wurde. Hierzu läuft der neue Film von Sebastián Lelio UNA MUJER FANTASTICA – EINE FANTASTISCHE FRAU, „ein ergreifender, wunderschöner Film über die Liebe, die Freiheit und die Differenz“. (Les Inrocks, Paris)
Mit dem Großen Preis der Jury der Berlinale 2017 ausgezeichnet kommt nun Alain Gomis´ neuer Film FELICITÉ auch in die deutschen Kinos. Bislang waren die Filme des senegalesischen Regisseurs, der zu den interessantesten gegenwärtigen afrikanischen Filmemachern zählt, in Deutschland nur auf Festivals zu sehen (so die Filme L´ AFRANCE, ANDALUCIA, TEY – AUJOURD´HUI bei „Africa Alive“ im Filmforum). Nun hat sich ein deutscher Verleih für seinen neuen Film gefunden und wir freuen uns, FELICITÉ im Filmforum zeigen zu können.
Auf den großen Festivals liefen auch die deutschen Filme WESTERN von Valeska Griesebach (Cannes 2017) und HELLE NÄCHTE von Thomas Arslan (Berlin 2017), die wir am Ende des Monats präsentieren.
In Zeiten, in denen der Roman 1984 von George Orwell wieder verstärkt gelesen wird und  seine Visionen der totalen Überwachung in unserer gesellschaftlichen Realität immer mehr Bedeutung gewinnen, erschien mit David Eggers Buch THE CIRCLE sozusagen eine Fortsetzung und Aktualisierung des Stoffes. Nicht mehr eine totalitäre Regierung, sondern ein übermächtiger IT Konzern, eine Mischung aus Google, Facebook, Apple etc. schickt sich an, die Welt zu beherrschen, unter dem Deckmantel der Menschenfreundlichkeit und allumfassender Transparenz. Jetzt wurde das Buch verfilmt, allerdings mit einem ins positive gewendeten Ende – man soll sich wohl nicht zu viele Sorgen machen…
 
 

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