Gott existiert, ihr Name ist Petrunya - Filmforum Höchst

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Gott existiert, ihr Name ist Petrunya

Gospod postoi, imeto i’e Petrunija – Gott existiert, ihr Name ist Petrunya

Petrunya (Zorica Nusheva) ist 31 Jahre, hat ein abgeschlossenes Geschichtsstudium, findet aber keine Arbeit, auch nicht die simpelste. Von monströser Gestalt und mit rebellisch schrillem Auftreten lebt sie bei ihren Eltern in einem konservativen mazedonischen Dorf. Nach einem erneut erfolglosen Bewerbungsgespräch kommt sie an der Dreikönigsprozession vorbei, bei der sich die jungen Männer gerade darauf vorbereiten, das vom Priester in den Fluss geworfene heilige Kreuz zu fangen – ein Jahr Glück soll das Ritual dem Fänger bereithalten. Spontan springt Petrunya in den Fluss, fängt das der Männlichkeit vorbehaltene Kreuz und gibt es nicht mehr her. Eine wilde Jagd beginnt und gleichzeitig eine satirische Auseinandersetzung mit alten, verstaubten, patriarchalen Strukturen und dem Ruf nach modernen, gleichberechtigten Lebensbedingungen. Regisseurin Teona Strugar Mitevaska zeichnet ihre Frauenfigur nicht übertrieben feministisch, eher zeigt sie eine Frau, die schlicht den gesunden Menschenverstand gegen ein festgefahrenes System stellt. Der Film gewann auf der diesjährigen Berlinale den Preis der Ökumenischen Jury sowie den Gilde Filmpreis auf dem Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund/Köln. 2019 wurde er mit dem Hauptpreis ausgezeichnet.

Eintritt 7€ (Frankfurt-Pass 3,50€)
Emmerich-Josef-Str. 46a // Ansage/Reservierung 069 212 45 714
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