Beuys - Filmforum Höchst

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Beuys

Film Beschreibung
Beuys

Fettecken, ein in Filz verpackter Flügel, ein toter Hase, dem die Kunst erklärt wird – noch heute löst das Kunstverständnis Joseph Beuys’ unterschiedliche Reaktionen und Emotionen aus. Oft wurde dem Mann mit dem Hut Scharlatanerie und Schlimmeres vorgeworfen, dessen inhaltliche Schwammigkeit nur durch sein persönliches Charisma verdeckt würde. Was Beuys mache, sei keine Kunst, war seinerzeit Kritikstandard.
Es ist dem Dokumentarfilmer Andres Veiel hoch anzurechnen, dass er nicht den Versuch unternimmt, die Werke von Beuys mehrheitstauglich zu interpretieren oder dessen erweiterten Kunstbegriff auf ein theoretisch-ideologisches System herunterzubrechen. Stattdessen nähert er sich der facettenreichen Persönlichkeit, indem er den Künstler und Professor überwiegend selbst zu Wort kommen lässt. Wunderbar zusammengestellte Archivbilder, meist in Schwarz-Weiß, zeigen den ebenso unerbittlichen wie sensiblen Charakter, den Radikalen wie den Zerbrechlichen, den eifernden, humorigen Überwinder der modernen Kunst wie den antikapitalistischen Weltverbesserer. Herausgekommen ist ein unaufdringliches, künstlerisches Porträt, das uns den Menschen Beuys näherbringt und - vielleicht - ein tieferes Verständnis für das ermöglicht, was ihn zum wichtigsten Aktionskünstler des 20. Jahrhunderts machte.
Neo Rauch - Gefährten und Begleiter
Mehr als Künstler aus anderen Nationen werden Deutsche gern daran gemessen, wie sehr sie in ihrer Kunst die deutsche Geschichte und die deutsche Seele spiegeln. Das hat Tradition, beschäftigten sich die international anerkannten deutschen Künstler der Nachkriegszeit doch stets unmittelbar mit Deutschland und seiner wechselvollen Geschichte: Joseph Beuys, Anselm Kiefer, Gerhard Richter oder eben Neo Hanno Rauch sind auf ihre ganz eigene Art unverwechselbar „deutsch“ und genau das macht sie für internationale Sammler und Kuratoren so interessant. Deren Blick von außen stand am Anfang von Nicola Graefs Arbeit an ihrem Film über Neo Rauch, denn Rauch selbst ist notorisch kamerascheu und äußert sich nur selten über seine Arbeit. Graef lässt Sammler in New York, Vicenza, Leipzig und Seoul zu Wort kommen, die versuchen, ihre Faszination für die surrealen Bilderwelten Rauchs in Worte zu fassen, die bevölkert sind von unterschiedlichsten Gestalten, manchmal deutliche, manchmal versteckte Anspielungen auf deutsche Kultur und Geschichte enthalten, mal wuchtig, mal archaisch wirken.
 
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