Filmforum Höchst

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Achtung - wichtige Hinweise:
Nur am 26.3.17 mit Einführung von Rüdiger Suchsland und in 35mm Kopie: Kolberg und anschließendem Filmgespräch
Nur am 29.3.17 mit Einführung: Glückskinder 35mm Kopie
Nur am 05.4.17 und DEUTSCHLANDPREMIERE ! mit vielen internationalen Gästen: La dorMeuse Duval
und
Nur am 22.4.17 zu Aki Kaurismäkis neuem Film Toivon Tuolla Puolen – Die andere Seite der Hoffnung: spielt die Frankfurter Band "Bändi". Sie sind herzlichst eingeladen.

Aufblende

Die nationalsozialistische Kinoproduktion und –distribution war staatlich gelenkt und über die “Reichsfilmkammer” direkt dem Propagandaminister Joseph Goebbels unterstellt. Nach der anfänglichen Phase Propagandafilmproduktion (SA MANN BRAND, HITLERJUNGE QUEX etc.) wurden bald scheinbar unpolitische “Unterhaltungsfilme”  gedreht (GLÜCKSKINDER, DIE FEUERZANGENBOWLE und unzählige mehr), die das Publikum ablenken und seinen Erwartungen nachkommern sollten. Goebbels wollte “großes Kino”, eine deutsche Traumfabrik. Der Filmjournalist Rüdiger Suchsaland erzählt in seinem auf Archivmaterial gestützen Film HITLERS HOLLYWOOD von der dunkelsten Periode deutscher Filmgeschichte und erinnert zum hundertsten Geburtstag der UFA an diese Filme und ihre Stars Hans Albers, Heinz Rühmann, Zarah Leander, Ilse Werner, Marianne Hoppe, Gustav Gründgens und viele mehr. Ergänzend zeigen wir zwei Beispiele dieser Epoche: Paul Martins „Screwball“ -Komödie GLÜCKSKINDER (mit Einführung) aus dem Jahre 1936 und Veit Harlans „Durchhaltefilm“ KOLBERG (1943/ 45).
Rüdiger Suchsland wird am Sonntag, den 26. März seinen Film HITLERS HOLLYWOOD persönlich vorstellen und anschließend zur Vorführung von KOLBERG eine Einführung geben sowie im Anschluss mit dem Publikum diskutieren.

Warum gehen junge Frauen und Männer aus Europa in den Dschihad nach Syrien? Die französische Regisseurin Marie-Castille Mention-Schaar (LES HERITIERS - DIE SCHÜLER DER MADAME ANNE) behandelt dieses Thema in ihren neuen Spielfilm LE CIEL ATTENDRA – DER HIMMEL WIRD WARTEN, der im Filmforum Höchst startet, mit Feingefühl und großer Kraft und zeichnet so wie in ihrem vorangegangenen Film ein Generationenporträt.

Gleich zu Anfang des Monats April wartet das Filmforum mit der Deutschlandpremiere des französischen Films LA DORMEUSE DUVAL auf. Wir freuen uns, zu diesem Anlass den Regisseur Manuel Sanchez, die Drehbuchautorin Muriel Harrar, die Schauspielerin Delphine Depardieu und den Schauspieler Dominique Pinon am 5. April im Filmforum begrüßen zu können. Vor allem Dominique Pinon sollte dem deutschen Kinopublikum bekannt sein, hat er doch in zahlreichen Filmen, die auch in deutschen Kinos zu sehen waren mitgewirkt, u.a. in DIVA von Luc Besson, den Filmen DELICATESSEN, MICMACS Á TIRES-LARIOGOT, UN LONG DIMANCHE DE FIANCELLES von Jean – Pierre Jeunet, in Polanskis FRANTIC und in LES ARCANDIERS von Manuel Sanchez, um nur einige seiner Filme zu nennen.
LA DORMEUSE DUVAL basiert auf dem Roman Les bottes rouges von Franz Bartelt, ist in den Ardennen gedreht und eigens für die Premiere in Frankfurt - Höchst untertitelt worden. Die Anlehnung des Titels an Arthur Rimbauds berühmtes Gedicht Le dormeur du val ist sicher nicht ganz zufällig. Erzählt wird die Geschichte des Lagerverwalters Basile, dessen bescheidenes Leben durch eine junge Schauspielerin, die aus Paris zurück in die Ardennen kommt, auf den Kopf gestellt wird…


Ein weiteres besonderes Ereignis steht am Ende des Monats. Anlässlich der Aufführung von Aki Kaurismäkis lang erwartetem neuen Film TOIVON TUOLLA PUOLEN – DIE ANDERE SEITE DER HOFFNUNG wird die Frankfurter Band „Bändi“, die dem finnischen Tango verpflichtet ist, am Samstag den 22. April vor der Vorführung im Filmforum auftreten, sozusagen als verspätetes Ostergeschenk an unser Publikum. Unter anderem werden auch Musikstücke aus Kaurismäki-Filmen zu hören sein.

Wir freuen uns in diesem Monat den Oscar-Gewinner MOONLIGHT von Barry Jenkins präsentieren zu können, der vom Aufwachsen eines homosexuellen Afroamerikaners jenseits jeder Klischees und jedes didaktischen Impetus erzählt. Vielmehr zeichnet sich sein Film durch die Schönheit der sinnlichen Bilder und ihrer Komposition aus. Ergänzend zeigen wir Raoul Pecks gleichzeitig mit DER JUNGE KARL MARX herausgekommenen Film I AM NOT YOUR NEGRO über den wohl bedeutendsten und einflussreichsten afroamerikanischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts: James Baldwin. Indem Peck dessen letzten Text zur Grundlage seines Films macht, ermöglicht er dem Publikum, mit dem Denken und der Literatur Baldwins vertraut zu werden, in deren Zentrum immer wieder Themen wie Rassismus und Sexualität stehen. Stets umkreist sein Denken und Schreiben die Fragen nach Identität der Afroamerikaner/ innen und der (eigenen) Homosexualität. Raoul Peck bemerkte während der vergangenen Berlinale, die seine beiden Filme präsentierte, in einem Interview, dass neben Karl Marx vor allem James Baldwin in seiner Jugend prägenden Einfluss auf ihn hatte.

Dass es große amerikanische Filmkunst im vermeintlichen Schatten des Mainstreams gibt, das beweisen immer wieder Filme wie Kelly Reichardts von der Kritik hochgelobter Film CERTAIN WOMEN, Iras Sachs´ kleiner, aber sehr einfühlsamer und genau beobachteter LITTLE MEN sowie Kenneth Lonergans Oscar-prämierter (Casey Affleck für die beste männliche Hauptrolle) großartiger Film MANCHESTER BY THE SEA.

Was sich im französischen Kino tut, zeigen wir zu Beginn des Monats nicht nur mit LA DORMEUSE DU VAL. Auf dem Programm stehen auch die Filme QUAND ON A 17 ANS – MIT SIEBZEHN des Altmeisters André Techiné und der zweite Film des Schriftstellers und Filmemachers Rachid Djaïdani (RENGAINE) TOUR DE FRANCE, ein Road Movie zweier ungleicher Akteure mit dem Rapper Sadek und Gérard Depardieu in den Hauptrollen - womit wir in diesem Monat Onkel und Nichte (Delphine Depardieu) präsentieren, den Onkel allerdings nur auf der Leinwand.

Und schließlich findet auch der deutschsprachige Film in unserem Aprilprogramm seinen Platz: Josef Haders erste Regiearbeit WILDE MAUS mit Hader selbst und Georg Friedrich als Protagonisten einer - wie kann es anders sein - schwarzhumorigen Geschichte und Jakob Lass´ (LOVE-STEAKS) zweiter - auf der Berlinale von der Kritik gefeierter - Film TIGER GIRL.

 
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