Filmforum Höchst

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Aufblende

 
Und so wünschen wir unserem Publikum schöne Weihnachtsfeiertage und einen guten Start ins neue Jahr

Wir beginnen das Neue Jahr so, wie wir das Alte beendet haben: Mit CAFÉ SOCIETY und dem finnischen „Saunaüberraschungserfolgsfilm“ WAS MÄNNER SONST NICHT ZEIGEN.
Ab 5. Januar blicken wir zurück auf den Anfang des 20. Jahrhunderts und die Kunst des Ausdruckstanzes. Der französische Spielfilm LA  DANSEUSE – DIE TÄNZERIN von Stéphanie Di Giusto erinnert an die Pionierin des modernen Tanzes Loïe Fuller, die mit ihrem Serpentinentanz zum gefeierten Star der Belle Epoque wurde.
Die spezielle Tanzforum des Serpentinentanzes hatte Helmut Herbst 1992 in seinem Film DIE SERPENTINTÄNZERIN behandelt. Herbst, der Ende der 1960er Jahre als Dozent für Filmtechnik an der Deutschen Film- und Fernsehakademie (dffb) und von 1985 – 2000 an der Hochschule für Gestaltung Offenbach (HfG) als Professor lehrte, gilt als einer der wichtigsten Experimentalfilmer. Sein Film ist mit den kinematographischen Geräten der Frühzeit des Kinos gedreht und so nicht nur eine Annäherung an die Frühzeit des modernen Tanzes, sondern auch an die Frühzeit des Kinos selbst. Außerdem zeigen wir Stella Tinbergens Dokumentarfilm POETEN DES TANZES – DIE SACHAROFFS  über das berühmte Künstler- und Tanzpaar Clotilde von Derp und Alexander Sacharoff, das mit neuen Tanzformen und  einem Stil, der an die Skulpturen der bildenden Kunst angelehnt war zu den Tanzstars ihrer Zeit wurden. Rainer Maria Rilke bezeichnete sie  als “Poeten des Tanzes“.
Zu der Vorstellung am 10. Januar wird die Regisseurin Stella Tinbergen im Filmforum zu Gast sein.

Paula und Egon: Zwei weitere Künstlerpersönlichkeiten des frühen 20 Jahrhunderts stehen im Mittelpunkt der 2. Januarwoche im Filmforum: Paula Modersohn-Becker, eine der bedeutendsten Vertreterinnen des frühen Expressionismus in der Malerei und Egon Schiele, neben Gustav Klimt wohl der bedeutendste Maler der Wiener Moderne. Die Regisseure Christian Schwochow (PAULA) und Dieter Berner (EGON SCHIELE) portraitieren in ihren Spielfilmen die beiden Künstler vor dem Hintergrund ihrer Epoche und liefern so auch ein Sittengemälde der Gesellschaft in Deutschland und Österreich Anfang des 20. Jahrhunderts.

Wir freuen uns, im Januar zwei neue Filme von Werner Herzog zeigen zu können: SALT & FIRE und den Dokumentarfilm LO AND BEHOLD – WOVON TRÄUMT DAS INTERNET. In den 1970er Jahren bestimmten die Filme von Herzog und anderen Vertreter*innen des damals „Jungen Deutschen Films“ auch das Programm des Filmforums. Besonders AGUIRRE – DER ZORN GOTTES mit Klaus Kinski wurde zum großen Publikumserfolg jenseits des Mainstreams. Ein Grund für uns, an diese Zeit zu erinnern und den „Klassiker“ Herzogs zu seinen aktuellen Filmen zu zeigen.
In gewisser Weise war es auch und gerade die Radikalität des Herzog´schen Filmschaffens das seine Werke immer noch aktuell erscheinen  läßt.
Ein ganz eigener Stil, experimentierfreudig und ungeheuer intensiv, kennzeichnet auch die Filme von Xavier Dolan. Kaum kann sich das Publikum der Intensität der Bilder und der schauspielerischen Leistung entziehen und fragt sich, wenn der Abspann läuft und man immer noch in dem Film gefangen ist, wie es Dolan gelungen ist, die Zuschauer*innen so zu bannen. Sicher ist es die grandiose Schauspielerführung, aber es ist noch viel mehr...
Auch in seinem aktuellen Film JUSTE LA FIN DU MONDE – EINFACH DAS ENDE DER WELT zieht Dolan die Zuschauer*innen geradezu in den Film und lässt sie erst nach dem Abspann wieder los.
Und schließlich zeigen wir zum Ende des Monats den Thriller NOCTURNAL ANIMALS des ehemaligen Modedesigners Tom Ford, der in seinem stilistisch beeindruckenden und kühl inszenierten Film von der Macht der Vergangenheit über die Gegenwart erzählt.


 
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