Filmforum Höchst

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Aufblende

             
Als die nordsyrischen Städte Mambij, Kobané und Raqqa u.a. durch die kurdischen Einheiten der kurdischen YPG befreit wurden, war einerseits die Erleichterung und Freude über die Befreiung von dem terroristischen Regime des IS groß, andererseits teilten viele die Hoffnung auf eine freie und egalitäre Gesellschaft in den kurdischen Gebieten Nordsyriens, in Rojava, wo der Aufbau einer neuen Gesellschaft und neuer Strukturen unter Einbeziehung aller dort lebenden Bevölkerungsgruppen begann. Vor allem wurde Wert auf die absolute Gleichstellung der Frauen gelegt, die einen großen Anteil im Kampf gegen den IS hatten. Leider ist dieser demokratische Prozess inzwischen wieder bedroht, so dass sich die sozialmedizinische Hilfsorganisation „Medico International“ im Sommer in einem Aufruf an die Öffentlichkeit wandte, um vor einer Aggression gegen das befreite Rojava zu warnen.
In unserer diesjährigen Kurdischen Filmwoche wollen wir den Schwerpunkt auf Rojava legen und dem Frankfurter Publikum Filme der Filmkommune Rojava, präsentieren, die einerseits von der Situation, der Geschichte, der Kultur und dem Leben in diesem Gebiet erzählen und andererseits die entstehende Filmkultur selbst zum Thema haben. In diesem Zusammenhang freuen wir uns, Önder Cakar, Regisseur und Drehbuchautor aus Rojava am 11. und 12. Oktober bei begrüßen zu können. Ergänzend zeigen wir die kurdisch – türkischen Filme BIRYAREKE ZOR – HÄSSLICHES ENTLEIN, HEWNO BÊRENG – FARBLOSER TRAUM, den irakisch – kurdischen Film RESEBA – THE DARK WIND und den spanischen Film KOMMANDANTIN ARIAN über eine kurdische Kämpferin gegen den IS in Nordsyrien.
Die Filmwoche findet in Zusammenarbeit dem Kurdischen Frauenrat in Frankfurt AMARA statt. Zur Eröffnung wird es am 10. Oktober im Foyer des Filmforums kurdische Musik und ein kurdisches Buffet geben.
In diesem Frühjahr wurde der Lyoner Erzbischof Philippe Barbarin durch den Strafgerichtshof in Lyon wegen der Vertuschung von Fällen des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche zu einer sechsmonatigen Haftstrafe mit Bewährung verurteilt.
Der französische Regisseur Francois Ozon hatte kurz zuvor den Fall in seinem Spielfilm GRÂCE Á DIEU – GELOBT SEI GOTT bearbeitet und sich engagiert auf die Seite der Missbrauchsopfer gestellt. Wir zeigen ergänzend zu Ozons Film Pablo Larraìns Film EL CLUB, der von chilenischen Priester erzählt, die nach Aufdeckung ihrer Taten nicht verurteilt wurden, sondern in ein “Exil”, einen verborgenen, isolierten Ort geschickt wurden.
Außerdem im Oktoberprogramm des Filmforums: THE GOLDFINCH – DER DISTELFINK, die Verfilmung des gleichnamigen Erfolgsromans von Dota Tartt durch den amerikanischen Regisseur John Crowley.
Schließlich beteiligt sich das Filmforum auch in diesem Jahr wieder am Türkischen Filmfestival Frankfurt. Wir öffnen ein Fenster mit dem Blick auf vier Filme:
Die LEGENDE VON YAŞAR KEMAL, ein Film, der den Bogen zum kurdischen Filmfestival schlägt und die Spielfilme SIBEL, ORAY und IÇERIDEKILER – INSIDERS.
Und Ende Oktober/ Anfang November präsentiert das Filmforum wie jedes Jahr französische Filme für Schüler*innen im Rahmen der Cinéfête (31.10. – 6.11.).

Eintritt: 7 € (mit Frankfurt-Pass 3,50 €)
Kinderkino: 3 €
Emmerich-Josef-Straße 46a, 65929 Ffm Telefon: 069 212 45 664
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