Filmforum Höchst

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AUFBLENDE
        
Liebe Freundinnen und Freunde des Filmforum Höchst,

Das Kino kommt wieder!

Wir werden nur 24 Plätze anbieten können, es ist auch im Vorraum des Kino auf einen Abstand von 1, 50 zu achten. Außerdem muss vor und beim Betreten sowie beim Verlassen des Kinos ein Mund- und Nasenschutz getragen werden. Beim Betrachten des Films vom Sitzplatz ist dies allerdings nicht notwendig. Kontaktdaten können schon vor dem Besuch des Kinos ins Formular eingetragen werden. Das PDF Hygienekonzept zum Ausdrucken und Vorausfüllen Ihrer Kontaktdaten finden sie hier!
Bitte beachten Sie: Es findet kein Getränkeverkauf statt.


November
       
Wie immer im November haben wir ein volles Programm…. und in diesem Jahr wegen der Pandemie nur 24 Plätze. Aber das Kinoerlebnis liegt uns am Herzen und das Verschwinden des Kinos als Ort der öffentlichen gemeinsamen Reflexion über das Medium Film und der Faszination des Films, die nur im Kino entstehen kann, wäre für uns auch das Ende der Filmkultur.
Zu Beginn des Monats zeigen wir Roy Anderssons OM DET OÄNDLIGA – ÜBER DIE UNENDLICHKEIT und die spannende und sehr empfehlenswerte Newcomer - Produktion SAG´ DU ES MIR von Michael Fetter Nathansky.
Wir beteiligen uns wieder am türkischen Filmfestival Frankfurt mit Filmen, die einen kritischen Einblick in die Gesellschaft sowie das Leben in der Türkei geben und gleichzeitig die hohe Qualität der türkischen Arthausproduktion aufzeigen.
Zum ersten Mal beteiligen wir uns auch an dem Frankfurter Festival „Dias de Cine“ des Filmmuseums Frankfurt mit einigen Wiederholungen und einem „eigenen Film“.
Besonders freuen wir uns, dass in diesem Jahr mit dem Dokumentarfilm ONCE UPON A TIME IN VENEZUELA von Anabel Rodriguez Rios ein venezolanischer Film bei uns laufen wird, da es coronabedingt in diesem Jahr kein Venezuela Festival geben wird. Mit A MEDIA VOZ schließen wir an das Cuba Festival an, hatten wir doch vor einigen Jahren schon die beeindruckenden Filme der Regisseurin Heidi Hassan gezeigt. Ein weiteres Highlight ist natürlich der neue Film des Chilenen Patricio Gúzman LA CORDILLERA DE LOS SUEÑOS, der die mit NOSTALGIA DE LA LUZ begonnene Trilogie abschließt. Außerdem zeigen wir mit LEMEBEL von Joanna Reposi Garibaldi einen Film über den chilenischen Schriftsteller, bildenden Künstler und Pionier der Queer-Bewegung in Lateinamerika Pedro Lemebel sowie den Peruanischen Dokumentarfilm LA REVOLUCIÓN Y LA TIERRA von Gonzalo Benavente Secco. Als „eigenen“ Film, der ausschließlich im Filmforum läuft, präsentieren wir ROJO von Benjamín Naishtat, der die bedrohliche Situation in Argentinien kurz vor dem Putsch 1976 darstellt.
Am 17. Oktober 2020 wäre Montgomery Clift, die Schauspielikone mit der bewegten Biographie, 100 Jahre alt geworden. Anders als seine berühmten Zeitgenossen James Dean und Marlon Brando verweigerte Clift sich den üblichen heteronormativen Liebhaberrollen. Stattdessen spielte er überwiegend sensible und tragische junge Männer (MISFITS – NICHT GESELLSCHAFTSFÄHIG, EIN PLATZ AN DER SONNE, VERDAMMT IN ALLE EWIGKEIT) Diese Rollen brachten ihm 4 Oscarnominierungen und Weltruf als Filmstar und Queer-Heroe ein. Wir zeigen MAKING MONTGOMERY CLIFT von Robert Anderson Clift und Hillary Demmon im einem Programm mit Xavier Dolans neuem Film MATTHIAS & MAXIME, der eben falls das Auftreten vor der Kamera und die Probleme des Sich Bekennens zur eigenen Sexualität zum Thema hat sowie Faraz Shariats erfrischenden Film FUTUR DREI, der vom queeren Heranwachsen eines Sohnes iranischer Einwanderer in Deutschland erzählt.
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe zu Gedenken an den 9. November 1938 zeigen wir die Verfilmung des Lesekonzerts IN AUSCHWITZ GAB ES KEINE VÖGELvon und mit der Autorin Monika Held und dem Kontrabassisten Gregor Praml. Durch die Folgen der Corona-Pandemie mussten viele Live-Veranstaltungen abgesagt werden. Nun hat der Filmemacher Mathias Hundt das Lesekonzert verfilmt. Bei uns ist es am 10. November um 19. Mit anschließendem Gespräch und um 21.00 als Wiederholung zu sehen.
Never Rarely Sometimes Always von Eliza Hittman, USA 2019 ist der diesjährige Gewinner des Silbernen Bären in Berlin und handelt von einer jungen 17-jährigen Frau, die ungewollt schwanger wird und vor der Entscheidung steht, das Kind zu behalten oder abzutreiben. Das Dilemma dieser Extremsituation für eine Frau steht immer auch in direktem Zusammenhang mit dem jeweiligen Umfeld, in dem sie sich bewegt. Daher blicken wir gemeinsam in das sozialistische Rumänien der 1980er Jahre, folgen zwei Studentinnen in 4 Monate 2 Wochen und 3 Tage auf ihrem komplizierten Weg zu einem illegalen Abbruch und lassen uns auf Aki Kaurismäkis lakonisches Filmexperiment Das Mädchen aus der Streichholzfabrik ein und sehen, zu welchen Mitteln eine zutiefst gedemütigte Frau getrieben werden kann.
Und schließlich ENFANT TERRIBLE. Oskar Roehler hat mit seinem Film polarisiert. Wohlwollende bis lobende Kritiken stehen neben strikter Ablehnung.
Natürlich zeigt Roehler nur eine mehr oder weniger negative fast abstoßende Seite des Rainer Werner Fassbinder, des leuchtenden Sterns am bundesdeutschen Filmhimmel der 70er und 80er Jahre, gefeiert vor allem im Ausland und ganz speziell auch in Frankreich, das vom deutschen Film immer noch einen neuen Fassbinder erwartet, was allerdings in unseren mediokren und Zeiten kaum mehr möglich sein wird. Deshalb ist es tragisch, dass ENFANT TERRIBE obwohl nominiert, nicht in Cannes laufen konnte, da das Festival wegen Covid – 19 abgesagt wurde.
Hat man sich erst einmal an die „Einseitigkeit“ gewöhnt kann der Film doch vor allem durch das Spiel von Oliver Masucci als RWF und von Hary Prinz als Kurt Raab fesseln., besonders in der Szenenfolge um DEUTSCHLAND IM HERBST.
Drei der Fassbinder Filme, die in Roehlers Film besonders thematisiert werden, zeigen ergänzend: den „Kurt Raab Film“ WARUM LÄUFT HERR R. AMOK (1969), den „Frankfurt Film“ IN EINEM JAHR MIT 13 MONDEN (1978) und seinen vorletzten Film DIE SEHNSUCHT DER VERONIKA VOSS (1982).




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