Filmforum Höchst

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HINWEIS: am 27.11 um 20.30 Das Kapital im 21. Jahrhundert (OmU) ist leider  nicht im gedruckten Flyer, findet aber natürlich statt!


Zum 15. Mal präsentieren wir im November in Zusammenarbeit mit dem Verein Aufblende und der Academia de Cine de Venezuela, Caracas das Festival Venezuela im Film – Qué chévere. Trotz der politischen und ökonomischen Krise Venezuelas sind erstaunlich viele und vielfältige Filme entstanden, die das Leben in diesem Land in verschiedener Weise durch verschiedene Genres widerspiegeln und davon zeugen, dass die Filmproduktion immer noch sehr lebendig ist. Zu Eröffnung freuen wir uns die Regisseurin Patricia Ortega mit ihrem neuen Film YO IMPOSIBLE, eine Geschichte über Intersexualität, begrüßen zu können. Im Vorprogramm zeigen wir während der ganzen Woche ihren an der kubanischen Filmschule San Antonio de los Banos 2006 entstandenen Kurzfilm AL OTRO LADO DEL MAR.
Vor 2 Jahren hatten wir ihren beeindruckenden Film EL REGRESO als deutsche Erstaufführung präsentiert. In PARQUE CENTRAL entwirft der Regisseur Alberto Lamata, der vor einigen Jahren bei uns zu Gast war, ein lebendiges Bild eines Stadtteils in Caracas und seiner Bewohner*innen. In die Ska Szene führt uns der Film VENEZUELA ES UN DESORDEN, der die Musikgruppe „Desorden Público“ portraitiert. Die Große Dame des venezolanischen Films Margot Benacerrat stellt Jonathan Reverón in seinem Film MADAME CINEMA vor. LA FAMILIA von Gustavo Rondón Córdova erzählt von einer besonderen Vater-Sohn Beziehung im krisengeschüttelten Caracas. Mit MUERTE EN BERRUECOS von Caupolicán Córdova zeigen wir einen Historienfilm vor dem Hintergrund der Freiheitskämpfe des 19. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Untersuchung des Mordes (1830) an Antonio José de Sucre, dem Freiheitskämpfer und General Simon Bolivars. Damit führen wir die Reihe von Filmen über venezolanische Freiheitskämpfer wie Simon Bolívar, Manuela Saenz, Francisco de Miranda der letzten Jahre weiter. HIJOS DE LA SAL von Luís und Andrés Rodríguez spielt auf der Halbinsel Paraguaná in der Region Falcón in einer faszinierenden Landschaft und erzählt von zwei Heranwachsenden, Bruder und Schwester, die nach dem Tod ihres Vaters ihren Lebensunterhalt in einer Saline durch die “Salzernte” bestreiten und deren Sexualität langsam erwacht. Das Festival wird unterstützt vom Generalkonsulat der Bolivarischen Republik Venezuelas in Frankfurt.
Der Artikel I der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte von 1789 fordert: „Gesellschaftliche Unterschiede dürfen nur im allgemeinen Nutzen begründet sein“
Diesen Satz stellte Thomas Piketty seiner 2013 erschienenen großen Untersuchung „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ voran und fragt zu Beginn seines Werks: „Führt die Dynamik der privaten Kapitalakkumulation zwangsläufig zu einer immer stärkeren Konzentration von Reichtum und Macht?“ Nun ist das Buch, das in 40 Sprachen übersetzt wurde und in unzähligen Bücherregalen (gelesen oder ungelesen) steht von Justin Pemberton verfilmt worden und gibt einen Eindruck von Piketty´s Denken.
In seinem bei diesjährigen Filmfestspielen in Cannes mit der goldenen Palme ausgezeichneten Spielfilm PARASITE beschäftigt sich der südkoreanische Regisseur Bong Joon-ho ebenfalls mit der ungleichen Verteilung des Reichtums in der Welt und konstatiert in einem Interview mit der französischen Filmzeitschrift „Positif“ (702-703, 2019).“ Das ist ein universelles Thema. Diese Situation, in der die Reichen immer reicher werden und die Armen immer ärmer, gibt es heute in der ganzen Welt. Auf jeden Fall in den kapitalistischen Gesellschaften.“ In seinem Film schleicht sich eine arme Familie in das Leben einer reichen ein, sozusagen als Parasiten. Am Ende fragt man sich aber, wer denn die Parasiten sind….
Im Rahmen der Cinéfête zeigen wir vom 31.10. – 7.11. die Filme C´EST QUOI CETTE FAMILLE, WALLAY, DILILI Á PARIS, BÉCASSINE und COMME DES GARCONS. Anmeldung unter klaus-peter.roth.VHS@stadt-frankfurt.de
Eintritt 7€ (Frankfurt-Pass 3,50€)
Emmerich-Josef-Str. 46a // Ansage/Reservierung 069 212 45 714
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